Bleaching aus kosmetischen und ästhetischen Gründen?

Es sind oft Kleinigkeiten, die die Attraktivität eines Menschen ausmachen – die Augen, ein strahlender Teint, ein Lächeln. Ganz besonders das Lächeln, blitzend weiße, ebenmäßige Zähne gelten weithin als ein besonderes Attraktivitätsmerkmal, weil sie unterbewusst ein Bild von strahlender Gesundheit, Kraft und Stärke vermitteln. Die Versuche, das eigene Lächeln aufzuhellen, sind schon fast so alt wie das Schönheitsideal selbst. Mit Tabakasche und Backpulver und Zahnpasten, die auch als Scheuermittel getaugt hätten, wurden Zähne früher weiß geschrubbt, und Verfärbungen entfernt, alle möglichen und unmöglichen Zaubermittelchen kursierten unter der Hand. Vieles davon war enorm schädlich, und griff den Zahnschmelz an, was die Lebensdauer der Zähne nicht selten ziemlich verkürzte. Mit den heutigen Methoden des Bleaching – vom Fachmann durchgeführt – braucht man so etwas nicht mehr befürchten. Der kosmetische Zugewinn der Zahnaufhellung schadet den Zähnen heute nicht mehr – und damit steht dem auch nichts mehr im Weg – oder?

Die früher oft gehörte Ablehnung beruhte vor allem auf gesundheitlichen Bedenken und dem Hinweis auf Unnatürlichkeit

Bei den „Scheuermitteln“, die früher oft zum Einsatz kamen, hatte dieses Argument auch sicherlich eine sehr vernünftige, und nachvollziehbare Begründung. Wenn die Zähne ihres Zahnschmelzes beraubt werden, schwindet ihre Widerstandskraft, sie werden anfällig für Karies, sind schmerzempfindlich und das für die Stabilität der Zähne und die Hygiene des gesamten Mundraumes so wichtige Zahnfleisch wird oft ebenso in Mitleidenschaft gezogen. Für manche billigen Bleichmittelchen aus dem Supermarkt gilt das auch heute noch - nicht jedoch für zahnärztliche Methoden.
Ein Bleaching beim Zahnarzt dient heute auf Umwegen sogar der Zahngesundheit: hartnäckige Beläge und Zahnstein, die die Putzen bereits widerstehen, werden im Zuge der Behandlung ebenfalls entfernt, die Zahnfleischsäume gereinigt, und kleine Läsionen im Zahn, die noch nicht schmerzen, prophylaktisch ebenfalls gleich verschlossen. Das Aufhellungsergebnis ist nach der Behandlung über den gesamten Zahnbogen hinweg gleichmäßig, und an den Zähnen ist mit Sicherheit kein Schaden entstanden.

Was die Unnatürlichkeit betrifft: möglicherweise bei billigen Bleichmitteln auch noch heute, wenn sie nicht an allen Stellen gleichmäßig auf den Zahn einwirken. Dann erkennt man das Ergebnis sofort als unprofessionelles Bleaching – und sehr ästhetisch ist das tatsächlich nicht. Bei Aufhellungen, die von Zahnärzten durchgeführt werden, sieht hingegen nichts unnatürlich aus – die gleichmäßige Aufhellung über den gesamten Zahnbogen hinweg, unter Vermeidung irgendwelcher chemisch radikalen Extreme, sieht absolut natürlich aus – und ist darüber hinaus auch noch dauerhaft: mit einigen Jahren kann man im Durchschnitt schon rechnen. Gegen die Ästhetik von strahlend weißen Zähnen kann man also heute ganz bestimmt nichts mehr vorbringen.